Annemarie Avramidis 1939

Nach einem Besuch der Sommerakademie in Salzburg bei Oskar Kokoschka 1957 studierte sie ab 1958 unter Fritz Wotruba an der Akademie der bildenden Künste in Wien und besuchte dort auch den Abendakt bei Herbert Boeckl. 1963 heiratete sie ihren Mitstudenten Joannis Avramidis.
In ihrer Auseinandersetzung mit Skulpturen von Maillol, Lehmbruck und Brancusi sowie den archaischen Kuroi und Koren Griechenlands, die sie auf Studienreisen im Original kennengelernt hatte, entwickelte Annemarie Avramidis über mehr als vier Jahrzehnte ein Werk von klassisch anmutender Ästhetik, das das Weibliche in zeitloser Form dokumentiert. Als Motiv steht der Mensch im Mittelpunkt ihres bildnerischen Schaffens.

Die Steinbildhauerin arbeitete bevorzugt mit feinkristallinem Marmor aus Carrara oder Griechenland. „Dank ihrer souveränen Steinbehandlung bewahren sich ihre Torsi, Gruppen und Köpfe eine zarte, gleichsam griechische Lebenshülle und darin das Glück einer heute noch tragfähigen, frappanten Anmut.“ (Christa Lichtenstern)
Die Künstlerin lebte und arbeitete in Wien.

Werke in Sammlungen und im öffentlichen Raum

Albertina, Wien
Gemeinde Wien
Sammlung Dichand, Wien
Museum der Moderne Rupertinum, Salzburg
Sammlung Otto Breicha/Philipp Breicha, Salzburg
Städtische Museen Heilbronn
Sammlung Brusberg, Berlin
Foundation Kasser, USA

geboren in: 
Wien
lebt und arbeitet in: 
lebte und arbeitete bis 2013 in Wien
© Galerie bei der Albertina - Zetter Wien
Kopf Schlafende, 1987, Bronze, L 20 cm