Lesung Dörte Lyssewski

Florentina Pakosta zählt zu den großen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. In ihrer Malerei und in ihren Texten setzt sie sich mit den Entwicklungen in der Gesellschaft auseinander und vertritt dabei konsequent feministische Anliegen und Positionen. Die Schauspielerin Dörte Lyssewski liest im Live Stream aus Texten von Florentina Pakosta. Sonntag, 10.01.2021 | 11 Uhr.

Die Schauspielerin Dörte Lyssewski erhielt ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik u. darstellende Kunst in Hamburg. 1989 debütierte sie mit Peter Steins „Kischgarten“ als „Warja“an der Berliner Schaubühne und arbeitete dort u.a. mit Peter Stein, Klaus Michael Grüber, Luc Bondy und Edith Clever. Ihr Weg führte sie ans Deutsche Theater, Berlin (Heiner Müller und  Jürgen Gosch). Am Berliner Ensemble arbeitete sie neben Bondy mit Claus Peymann. Sie war am Schauspielhaus Bochum unter Matthias Hartmann. Dort spielte sie u.v.a. in Inszenierungen von Hartmann, Ernst Stötzner, Wilfied Minks und Nicolas Steemann. Bei den Wiener Festwochen war sie u.a. zu sehen in „Viol“, „Yvonne“, „Elektra“ und  „Die Ähnlichen“. Sie spielte ebenfalls über Jahre am Schauspielhaus Zürich.

Seit 2009 ist sie am Wiener Burgtheater engagiert und war u.v.a. in Inszenierungen von Alvis Hermanis, Martin Kušej, Luc Bondy, Dušan D. Parišek,Thomas Vinterberg, Bastian Kraft und Barbara Frey zu sehen. In Paris spielte sie Botho Strauß'"Viol" am sie am Odéon .Seit Jahrzehnten arbeitet sie regelmäßig bei den Salzburger Festspielen, u.a. bei Andreij Wajda. Sie war Steins „Libussa“, die „Buhlschaft“ im „Jedermann“ oder „Andromaque“in Herbert Wernickes „Les Troyens“, sowie Honeggers „Jeanne d’Arc au bucher“ oder die "Schalek"in den "Letzten Tagen der Menschheit".

Musikalische Arbeiten führten sie mehrfach an die Ruhrtriennale zu G.Mortier (u.a. „Die Zauberflöte“ mit La Fura del Baus und Honneggers "Jeanne d'Arc" in der Regie von Stanilas Nordey), die Oper in Montpellier(u.a. René Koerings „Penthésilée“), ans Théâtre de la Monnaie Bruxelles, die Berliner Philharmonie(„Manfred“), die Elphilharmonie, die Alte Oper Frankfurt, und die Philharmonie Köln. Sie arbeitete u.v.a. mit den Dirigenten Claudio Abbado, Ingo Metzmacher, Sylvain Cambreling (u.a.“Le Martyr de St.Sébastien“), Mark Minkowski und Alain Altinoglou. Wiederholt tritt sie im Konzerthaus Wien mit Lesungen und Konzerten auf. Ebenso kontinuierlich ist ihre Arbeit mit dem Klangforum Wien, dem Ensemble Franui, sowie dem Pianisten Igor Levit.

Neben der Kainz Medaille (1999) und dem Getrud Eysold Ring (2004) wurde sie 2012 und 2018 mit dem Nestroy ausgezeichnet. 2015 erschien ihr erster Erzählband „Der Vulkan oder die Heilige Irene“ bei Matthes und Seitz in Berlin.

 

Foto © Jim Rakete
Dörte Lyssewski liest aus Texten von Florentina Pakosta
Dörte Lyssewski © Foto Jim Rakete